Die Anreise erfolgte per Fahrgemeinschaften bei schönem Frühsommerwetter. Diese Wetterlage blieb uns auch die ganze Woche erhalten. Allerbeste Voraussetzungen für unsere Wanderungen.
Nach dem Quartierbezug gingen wir wenige Meter zum Deutsch/Luxemburgischen Flohmarkt an der Sauer. Die Flussmitte bildet hier die Grenze. Nachdem einige von uns das lokale Bier getestet hatten, kehrten wir in unsere Herberge zurück. Nach dem Abendessen saßen wir noch lange auf der Terrasse zusammen.
Sonntag: die Grüne Hölle
Am Morgen erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück. Dann brachen wir zu unserer ersten Tour auf, die uns über die Grenzbrücke nach Luxemburg führte. Auf dem Felsenweg 2 ging es durch den Wald. Es tauchten bald immer wieder Sandsteinfelsen auf, die teilweise auch innen erklettert werden konnten. Sie haben Namen wie Kalekap, Rammely und Madrock. Nachdem wir die Sauerbrücke in Dillingerbrücke überquert hatten, stießen wir auf eine sehenswerte Kalksintergrotte Namens Tränenly. Sie lädt zu einer feuchten Erfrischung im Inneren ein.
Kurze Zeit später gelangten wir zum Aussichtsfelsen Predigtstuhl. Nun ging es weiter in die „Grüne Hölle“. Das ist eine besonders mystische Stelle im Naturpark. Kaum ein Sonnenstrahl erhellt die Kluft, die durch Felsstürze zum Ende der letzten Eiszeit hin entstanden sind. Das dunkle saftige Grün auf den Felswänden gibt der „Grünen Hölle“ ihren Namen. Jetzt dauerte es nicht mehr lange, bis wir unser Quartier erreichten.
Am Morgen ging es per Fahrgemeinschaften zum Wanderparkplatz Ernzen. Wir wanderten über die Einsiedelei zur Liboriuskapelle, wo wir eine herrliche Aussicht auf Echternach hatten. Kurz vor der Teufelsschlucht öffneten wir unsere Lunchtüten, um uns zu stärken. In der Schlucht bewunderten wir die einzigartigen Felsformationen. Am Ausgang der Schlucht trennten sich Ursula und ich vom Rest der Gruppe, um zum Info-Center abzusteigen. Dort war ein Relief über den geologischen Aufbau der Gegend und Besiedlungsinformationen zu sehen. Die Hauptgruppe ging weiter zu den Irreler Wasserfällen und kehrte dann über Feld- und Waldwege wieder zu den Autos zurück.
In Fahrgemeinschaften ging es nach Mullerthal auf den Parkplatz der großen Wasserspielanlage, der nahe des Hotel Casades lag. Wir wanderten zum Schießentümpel und im Wald zu Felsformationen wie Eulenburg, Goldfralay und Schelmenlay.
Strecke: 11 km Höhenmeter: 400m
Mittwoch: Ruine Prümerburg
Per Fahrgemeinschaften ging es zum Parkplatz Irreler Wasserfall. Durch den Wald wanderten wir zur Ruine Prümerburg. Dort stiegen wir den Bergfried hinauf und genossen die gute Aussicht. Weiter ging es über Wald- und Feldwege vorbei an einen Sportbogenschießplatz zur Rochuskapelle. Dort legten wir unter Kastanien eine Pause ein. Auf dem Rückweg sahen wir heimische Orchideen (Knabenkraut) und weite sattgrüne Wiesen, bevor wir wieder in den Wald eintauchten. Unser Ziel war nun der Katzenkopf mit seinen Aussichtsplattformen.
Unterhalb gab es das Westwall-Museum, welches leider an diesem Tag geschlossen hatte.
Auf unserem Parkplatz angekommen überquerten wir die Straße zu den Irreler Wasserfällen. Von der eindrucksvollen Hängebrücke sahen wir die Wasserfälle, die aber mehr Stromschnellen waren als Wasserfälle. Dann ging es wieder mit unseren Autos zurück in unsere Jugendherberge.
Unsere Wanderung begann mit leichter Verspätung, da es schwierig war, einen Parkplatz in Echternach zu finden. Nach dem Start ging es zunächst auf einem schmalen Waldpfad und später mit Treppenstufen nach oben. Die Stufen sollten uns die ganze Wanderung begleiten. Wir gingen auf einem bequemen Waldweg mit beeindruckend hohen Bäumen. Nach einiger Zeit erreichten wir die Felsen Huel Lee und Hohllay. Hier wurde schon in der Römerzeit Stein gebrochen. Im Mittelalter gab es hier ein Monopol auf die Herstellung von Mühlsteinen. Die Strukturen der Mühlsteine sind an der Decke deutlich erkennbar. Heute wird der Ort als Amphitheater genutzt. Wir folgten einem Bachlauf durch ein eindrucksvolles Tal mit vielen Steinmännchen.
An der Straße von Bergdorf nach Echternach stießen wir auf den Felsriesen Perekop. Im Inneren führte eine Treppe mit wackeligem Geländer zur Aussichtsplattform. Leider war die Aussicht durch Baumwuchs recht eingeschränkt. Das nächste Ziel war die Wolfsschlucht. Dort ragten 50m hohe Felswände senkrecht in die Höhe. Treppenstufen mit Seilgeländersicherung führten zur oberen Plattform. Das Ganze war ein sehr beeindruckender Anblick. Nach kurzem Aufenthalt oben ging es auf bequemen Wegen nach Echternach direkt in eine Eisdiele.
Strecke: 15 km Höhenmeter: 430m
Freitag: Rosport
Wir fuhren nach Rosport und parkten bei der Sporthalle Bongert. Durch einen schönen Park ging es vorbei am Museum Henri Tudor. Der Weg führte zur Kapelle der Muttergottes und der Temmelskapell. Vorbei am Café Hoffmann kamen wir zu einem ausgetrockneten Bachlauf. Im Vorfeld hatten wir uns geeinigt, uns in zwei Gruppen aufzuteilen. Gruppe 1 wollte einen längeren Weg als Gruppe 2 gehen. Ich berichte über Gruppe 2 weiter. Nach der Trennung von Gruppe 1 ging es über Feld- und Waldwege in Richtung Rosport-Mompach. Wir wanderten mit schöner Aussicht auf die Sauer durch Wiesen und Waldstücke im großen Bogen zurück zum Parkplatz.
Gruppe 1 Strecke: 17 km Höhenmeter: 460m Gruppe 2 Strecke: 13 km Höhenmeter: 400m
Samstag: Heimfahrt
Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren wir in Fahrgemeinschaften nach Hause.
Rolf Kobbe
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