Tag 2 verspricht erstmal traumhaft sonniges Bergwetter und führt die Gruppe über den Schranferner auf die 3.356 m hohe Dritte Veneziaspitze. Erstmal werden das ein oder andere Bein in den noch schneebedeckten Gletscherspalten versenkt und anschaulich verdeutlicht, warum es sinnvoll ist, als Seilschaft auf Gletschern unterwegs zu sein. Nach Rückkehr zum Gletscherfuß wird an den Gehtechniken mit Steigeisen (auch in steilem Gelände) gefeilt und der Einsatz der Eisschrauben erprobt.
Tag 3 bringt die Gruppe über den langgezogenen Zufallferner zu den Tre Canoni (3.275 m).
Mit der ein oder anderen Gruppe wird abends auf der Hütte der Tag Revue passieren gelassen und die Pläne für die Folgetage diskutiert. Dabei immer im Blick: die große Herausforderung der Zufallspitze (3.757 m).
Tag 4: Am darauffolgenden Donnerstag bricht die Gruppe erneut früh auf, um die Rotspitze (3.033 m) zu besteigen. Ohne Gletscher und Schnee eine schöne Abwechslung mit ebenso fantastischer Aussicht. Nach früher Rückkehr verbringt die Gruppe den Nachmittag mit dem Trainieren der Spaltenbergung. Der Praxistest der Selbstrettung erfolgt kreativerweise am nahegelegenen Mast der Materialseilbahn der Hütte. So baumelt jeder der Aspiranten mindestens einmal mit Prusik- und Bandschlingen ausgestattet am Seilbahnmast gesichert durch einen Kollegen, der die Sicherung via Halbmastwurf erproben darf. So hat nicht nur die Gruppe ihren Spaß, sondern erheitert auch den ein oder anderen Hüttengast.